Du kannst den ausgewogensten und technisch perfektesten Golfschwung der Welt haben und aussehen wie der Adam Scott deines Golfclubs. Aber wenn deine Ausrichtung und dein Stand in die falsche Richtung zeigen, landet der Ball trotzdem im Rough. Die richtige Ausrichtung gehört zu den wichtigsten Grundlagen des Golfsports und ist eine Voraussetzung für einen gelungenen Golfschlag.
Die richtige Ausrichtung gezielt zu trainieren, ist deshalb einer der einfachsten und effektivsten Wege zu besserem Golf und niedrigeren Scores.
– Die Ausrichtung beeinflusst alles andere, was im Schwung passiert. Allerdings gibt es sehr viele Freizeitgolfer, die sich falsch ausrichten. Das führt wiederum dazu, dass sie anders schwingen müssen, als sie eigentlich möchten. Deshalb ist die Ausrichtung unglaublich wichtig, erklärt Markus Westerberg, Golfstore-Pro im schwedischen Ljunghusens Golfklubb.
Beginne hinter dem Ball
Um deine Ausrichtung und deinen Stand zu verbessern, solltest du dir vor jedem Schlag eine konsequente und strukturierte Routine angewöhnen. Wenn du den Ausrichtungsprozess in klare Schritte unterteilst, reduzierst du die Unsicherheit, sobald du am Ball stehst.
Schau dir im Fernsehen an, wie die Profis es machen, und mach es genauso. Denn genau so gehen sie vor.
– Beginne deine Routine hinter dem Ball, auf der sogenannten „Ziellinie“. Das bedeutet, dass du auf einer geraden Linie stehst, mit dem Ball zwischen dir und deinem anvisierten Ziel. Von hier aus solltest du dir ein Zwischenziel etwa zwei Meter vor dem Ball suchen. Das kann ein herausgeschlagenes Divot, ein abgebrochenes Tee oder ein Grashalm sein, den du deutlicher erkennst als die anderen. Ein solcher Referenzpunkt ist für deine Augen leichter anzuvisieren als ein weit entferntes Ziel, sagt Markus und fährt fort:
– Wenn du dich anschließend an den Ball stellst, richtest du zuerst die Schlagfläche auf dein Zwischenziel aus und passt danach deine Körperausrichtung an. Schau dir im Fernsehen an, wie die Profis es machen, und mach es genauso. Denn genau so gehen sie vor.
Damit die Routine zur Gewohnheit wird, braucht es allerdings etwas Übung und ein Verständnis dafür, welche Fehler du beim Ansprechen des Balls normalerweise machst.
Kontrolliere deine Ausrichtung
– Der beste Weg, um sicherzustellen, dass dein Körper parallel zur Ziellinie ausgerichtet ist, besteht darin, es zu üben. Wenn du dich für den Schlag aufgestellt hast, legst du einen Schläger auf den Boden entlang deiner Zehenspitzen. Geh anschließend ein paar Schritte zurück und überprüfe, ob der Schläger parallel zur Ziellinie liegt oder nach rechts beziehungsweise links zeigt. So erkennst du deine typischen Tendenzen und siehst, wie gut du tatsächlich zielen kannst, erklärt Markus abschließend.
Tipps: In 3 Schritten zur richtigen Ausrichtung beim Golf
- Stell dich hinter den Ball und wähle ein Zwischenziel
Stell dich hinter den Ball auf eine gerade Linie zu deinem Ziel. Suche dir ein gut erkennbares Zwischenziel, zum Beispiel ein Divot, ein Tee oder einen Grashalm, etwa zwei Meter vor dem Ball. - Erst die Schlagfläche ausrichten, dann den Körper
Richte zuerst die Schlagfläche genau auf dein Zwischenziel aus. Stelle anschließend deine Füße, Hüften und Schultern parallel zur Ziellinie auf. - Überprüfe deine Ausrichtung mit einem Schläger
Lege einen Schläger entlang deiner Zehenspitzen auf den Boden, nachdem du dich aufgestellt hast. Geh dann ein paar Schritte zurück und kontrolliere, ob dein Körper parallel zur Ziellinie ausgerichtet ist.
Nimm die Routine mit auf den Platz
Probiere die drei Schritte bei deiner nächsten Golfrunde aus und beobachte, wie sie sich auf deine Ausrichtung auswirken. Und wenn du deine Ausrichtung noch besser kontrollieren möchtest, kann dir dein Golfstore-Pro helfen, Details zu erkennen, die du selbst nur schwer bemerkst.
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