Feintuning für dein Golfspiel – so beeinflussen verstellbare Gewichte deine Schläger
Es begann als technologische Revolution auf der Tour, wo jeder Millimeter zählt und die besten Spieler jeden Schlag optimieren möchten.
Heute gehört es bei fast allen modernen Golfschlägern zum Standard. Gemeint sind natürlich verstellbare Gewichte.
Vor allem Driver und Metalwoods verfügen über verschiebbare Gewichte und verstellbare Hosel-Systeme, mit denen Loft und Lie angepasst werden können. Damit lässt sich die Flugkurve des Balls in wenigen Sekunden individuell einstellen. Doch wie beeinflussen diese kleinen Metallgewichte deine Schläge tatsächlich?
Verstellbare Gewichte bestimmen die Flugbahn
Die meisten modernen Driver besitzen ein oder mehrere Gewichte, die sich über die Sohle verschieben lassen. Wird das Gewicht zur Ferse bewegt, schließt sich die Schlagfläche schneller, was besonders Spielern hilft, die oft slicen. Wird das Gewicht zur Spitze (Toe) bewegt, verlangsamt sich das Schließen der Schlagfläche, was einen Hook verringern kann.
Wie weit vorne oder hinten das Gewicht sitzt, beeinflusst Höhe und Spin. Ein weiter hinten liegendes Gewicht senkt den Schwerpunkt des Schlägers und erleichtert es, den Ball hoch zu starten. Ein weiter vorne positioniertes Gewicht erzeugt eine flachere, durchdringendere Flugbahn mit weniger Spin. Dies erfordert allerdings einen präzisen Treffmoment, damit der Ball nicht seitlich verzieht.
Aus diesen Gründen verändern viele Tourspieler ihre Einstellungen je nach Platz, Wetterbedingungen und Tagesform.
Loft und Lie anpassen – kleine Änderungen mit großer Wirkung
Nahezu alle modernen Driver, Fairwayhölzer und Hybrids verfügen über verstellbare Hosel-Systeme, die es ermöglichen, Loft und Lie zu verändern.
Wird das Loft erhöht, steigt die Ballflugkurve und der Ball erzielt mehr Carry.
Ein niedrigeres Loft senkt die Flugkurve und sorgt für mehr Roll nach der Landung.
Der Lie-Winkel beeinflusst, wie häufig die Mitte der Schlagfläche getroffen wird, sowie den Bodenkontakt und damit auch die Richtung. Für rechtshändige Spieler gilt: Ein flacherer Lie führt den Ball eher nach rechts, während ein aufrechterer Lie den Ball eher nach links lenkt. Diese Anpassungen erfolgen mit einem einfachen Schlüssel, häufig mit Klickmechanismus und klar markierten Gradangaben. Für die optimale Einstellung empfiehlt es sich, die Beratung eines Golfstore-Pros in Anspruch zu nehmen.
Zwischen den Runden – kleine Anpassungen, großer Effekt
Ein wesentlicher Vorteil moderner, verstellbarer Schläger besteht darin, dass sie zwischen den Runden an veränderte Spielbedingungen angepasst werden können.
Spielt man gegen den Wind, kann ein niedrigerer Loft und ein weiter vorne platziertes Gewicht sinnvoll sein. Benötigt man mehr Kontrolle auf einem engen Platz, kann ein höherer Loft und ein weiter hinten platziertes Gewicht zusätzliche Stabilität bieten.
Wer noch weiter gehen möchte, kann zudem mit derselben Adapteraufnahme verschiedene Schäfte testen. Unterschiede in Flex, Kickpoint und Gewicht werden damit sofort spürbar.
Die Technologie, die dich zu deinem eigenen Schlägermacher macht
Moderne, verstellbare Schläger sind nicht bloß Technik um der Technik willen. Sie sind Werkzeuge, die dabei helfen, dein Spiel zu optimieren – sei es für eine einzelne Runde oder eine ganze Saison. Nimm also das nächste Mal auf der Range den Schlüssel mit, probiere verschiedene Einstellungen aus und lerne deinen Schläger besser kennen. Oder frage deinen Golfstore-Pro nach der Einstellung, die am besten zu deinem Schwung passt.