Spin lässt den Ball stoppen, spart oft wertvolle Schläge und sieht cool aus. Doch wie erzeugt man Spin? Diese Frage treibt viele Golferinnen und Golfer in den Wahnsinn – und sie ist nicht ganz einfach zu beantworten. Einerseits ist es die Schwungtechnik, andererseits die Ausrüstung.
– Viele Golferinnen und Golfer denken, dass der Spin von den Rillen am Schlägerkopf kommt. Das ist jedoch nicht der Fall, wie Jesper Overgaard Sørensen in der neuesten Folge von „The Gear Watch“ erklärt.
Reibung ist der Schlüssel
Du hast wahrscheinlich schon gehört, dass du mehr Spin bekommst, wenn du deine Schlägerrillen sauber hältst. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.
– Die meisten Leute denken, dass ihr Wedge frisch ist und Spin gibt, solange die Rillen sauber sind. Aber das reicht nicht aus. Du musst stattdessen auf die „Mikrorillen” des Schlägers achten. „Sie sind zwar schwer zu sehen, aber Du kannst sie fühlen, wenn Du mit dem Fingernagel über die Schlagfläche fährst“, sagt Jesper und vergleicht das Design der Wedges mit den Reifen eines Formel-1-Autos.
– Erst wenn dieses sehr dünne Muster abgenutzt ist, verliert ein Wedge seinen Spin. Denn die großen Rillen, die du mit dem Auge leicht erkennen kannst, dienen eigentlich nur dazu, Schmutz und Feuchtigkeit vom getroffenen Ball fernzuhalten.
– Wenn du es mit der Formel 1 vergleichst, haben die Autos bei Regen oder nasser Strecke Reifen mit Profil. Wasser und Schmutz werden in das Profil gedrückt, sodass der Gummi einen besseren Grip auf der Straße bekommt. Genau das willst du zwischen der Ballhülle und der Schlagfläche des Schlägers erreichen.
Trotzdem ist es natürlich wichtig, die Rillen sauber zu halten, vor allem, weil Nässe und Schmutz ja irgendwohin müssen, damit du den Ball sauber treffen kannst.“