Wer sagt denn, dass du im Golfclub sein musst, um ein besserer Putter zu werden? Wenn Dunkelheit und Kälte hereinbrechen, kannst du dein Kurzspiel trotzdem weiter verbessern – zu Hause im Wohnzimmer. Mit einer Puttingmatte vor dem Couchtisch und einer Tasse Kaffee in Reichweite legst du das Fundament für ein stabileres und selbstbewussteres Putten in der nächsten Saison.
Eine Puttingmatte ist nicht nur eine unterhaltsame Möglichkeit, den Golfschwung im Winter aufrechtzuerhalten – sie kann auch deine geheime Waffe sein, um dein Handicap im Frühjahr zu senken. Denn es geht nicht nur darum, den Ball ins Loch zu rollen, sondern darum, die Technik zu verfeinern und das Selbstvertrauen zu stärken. Hier sind einige Übungen, die einen großen Unterschied machen.
1. Linien- und Ballstart
Falls deine Puttingmatte keine weiße Linie hat, klebe einen dünnen Streifen Tape oder lege eine Schnur in die Mitte der Matte und trainiere, den Ball entlang dieser Linie zu starten. Das klingt einfach, aber selbst kleine Fehler im Treffmoment werden sofort sichtbar. Wenn du lernst, den Ball konsequent auf der richtigen Linie zu starten, kannst du dich draußen auf dem Grün voll auf das Lesen der Breaks konzentrieren. Und diese Sicherheit wirkt wahre Wunder für dein Score.
2. Tempo- und Längenkontrolle
Finde dein eigenes Tempo. Vielleicht besitzt du ein Metronom oder hast diese Funktion auf deinem Smartphone. Finde das Tempo, das sich für dich natürlich anfühlt, und übe, es bei Putts unterschiedlicher Länge und mit verschiedenen Schwunglängen zu wiederholen.
3. Die „Drei hintereinander“-Challenge
Versuche, drei Putts in Folge zu lochen. Verfehlst du? Dann zurück auf Null. Diese Übung ist ideal, um mentale Stärke zu trainieren und dich an Drucksituationen zu gewöhnen – genau die Situationen, die dich auf dem Platz erwarten, wenn dein Score zählt und deine Freunde zuschauen.
4. Einhand-Training
Putte mit nur einer Hand. Beginne mit der rechten, dann mit der linken. Du wirst schnell merken, ob eine Seite dominiert – und wenn beide im Gleichgewicht arbeiten, wird dein Stroke weicher und konstanter.
5. Mit einer Routine abschließen
Beim Putten geht es genauso sehr um Psychologie wie um Technik. Jetzt trainieren wir den Kopf. Entwickle deine eigene Routine – und führe sie jedes Mal aus. Wenn du ein konsistentes Muster zu Hause einübst, das du später auf dem Platz wiederholen kannst, fühlst du dich sicherer, ruhiger und fokussierter, wenn es wirklich zählt.
Das Training auf der Puttingmatte zu Hause bedeutet nicht, hunderte Bälle ziellos zu schlagen, sondern ein Gefühl aufzubauen, das lange anhält, nachdem die Matte wieder zusammengerollt ist. Schon wenige Minuten pro Tag reichen aus, um ein besseres Tempo, einen stabileren Bewegungsablauf und mehr Selbstvertrauen zu entwickeln – selbst dann, wenn der 1,5-Meter-Putt plötzlich über Birdie oder Par entscheidet.
Und das Beste daran? Du musst weder Regen noch Frost ertragen. Also: Matte ausrollen, ausrichten – und bereit machen für eine neue Saison mit einer Puttingform, die dir ein niedrigeres Handicap ermöglicht.