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SARA KJELLKER

– NEU IM JOB

SARA KJELLKER hat gerade ihren neuen Job angetreten, ohne ein einziges Einstellungsgespräch zu führen. Stattdessen spielte sie neun Runden Golf in harter Konkurrenz zu anderen Golferinnen, um sich für die Ladies European Tour zu qualifizieren. Wir haben sie im kalten Schweden kurz vor dem ersten Turnier des Jahres in Kenia getroffen.

FAKTEN SARA KJELLKER

Name: Sara Kjellker
Alter: 25 Jahre
Erfolge: 2 EM-Gold mit der Mannschaft, 2 Siege auf der Schwedischen Golftour (Carpe Diem Beds Trophy 2018 und Allerum Open 2020), vertrat die San Diego State University und gewann dabei ein Collegeturnier (Mountain West Championship) gewählt zur USA Mountain West Conference Women‘s Golfer of the Year im College
Derzeit aktuell: 2023 qualifiziert für die Ladies European Tour

WIR TREFFEN IM Trainingsbereich des Ljunghusens Golfclubs im südlichen Schweden auf eine fokussierte, fröhliche und erwartungsvolle Golferin. Nach einer erfolgreichen Amateurkarriere, die durch zwei Mannschaftsgold bei der EM gekrönt wurde, und Collegespiel in den USA ist Sara Kjellker letzten Herbst die Qualifikation für die Europatour der Damen gelungen. Und jetzt steht sie hier als frisch gebackener Profi auf einem kühlen, aber sonnigen Linksplatz und bereitet sich auf das erste Turnier des Jahres vor – Kenya Ladies Open.
„Ich muss mich in den Arm zwicken. Vom Golfen zu leben und jeden Tag, das zu tun, was ich am meisten liebe, ist ein Traum. Am Sonntag reise ich nach Kenia und danach nach Südafrika, um mit den Besten Europas zu spielen. Das wird toll.“

Dass sie aufs Golfen setzen und es zu ihrem Beruf machen will, wusste sie schon mit 14 Jahren.
„Ich kann mich ziemlich deutlich daran erinnern. Ich ging in die achte Klasse und spürte ‚Ich liebe das hier, darauf will ich setzen!‘. Damals habe ich Extrastunden auf der Range und im Fitnessraum verbracht, um besser zu werden.“
Dass sich Sara für die Tour qualifiziert hat, bedeutet aber nicht, dass sie alle Turniere spielen darf. Also zählt in ihrem Fall jede Runde.
„Das stimmt. Ich kam auf einen 34. Platz und erhielt dadurch eine Karte der Kategorie 16, was bedeutet, dass ich ungefähr die Hälfte der Turniere spielen darf. Ich habe mich für alle angemeldet und werde dann sehen, bei welchen ich dabei sein kann. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass das Ranking während der Saison geändert wird, und wenn ich gut spiele, erhalte ich Zugang zu mehr Turnieren. Natürlich möchte ich schon in diesem Jahr ein Major spielen und ein Turnier gewinnen, aber eines meiner großen Ziele ist, bei den Volvo Cars Scandinavian Mixed auf Ullna in Schweden zu spielen. Dies zu erleben, wäre cool.“

Nicht zu wissen, bei welchen Turnieren man antreten darf, kann man als unsicher empfinden, nicht zuletzt finanziell, und bedeutet auch, dass man bereit sein muss, kurzfristig zu verreisen. Doch das nimmt Sara ganz gelassen.
„Ich bin es gewohnt, aus der Reisetasche zu leben, und finde es toll. Ich liebe es, zu neuen Zielen zu reisen und neue Orte zu erleben. Und ich habe auch etliche Freunde, mit denen ich reise und die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe. Finanziell habe ich das Glück, Callaway als Sponsor bekommen zu haben, und dann habe ich viele Freunde und Angehörige, die mich unterstützen.“

MITHILFE VON MARKUS‘ EXPERTISE HABE ICH MEIN KURZES SPIEL ZIEMLICH STARK VERBESSERT UND JETZT IST DAS MEINE GRÖSSTE STÄRKE

Wenn wir uns ansehen, warum Sara so erfolgreich geworden ist, dann tragen ihr stabiles Spiel vom Tee und ihr Wedgespiel stark dazu bei.
„Ich habe in letzter Zeit mit meinem Trainer Markus Westerberg ziemlich viel an meinen Wedges gearbeitet. Mithilfe seiner Expertise und digitalen Schwunghilfsmitteln habe ich mein kurzes Spiel ziemlich stark verbessert, und jetzt ist es meine größte Stärke. Außerdem bin ich stabil mit dem Driver.“

Sobald sie freie Zeit hat und zu Hause in Schweden ist, trifft die frisch gebackene Europatour-Spielerin ihren Haupttrainer Markus, um ihr Spiel weiter zu verbessern. Denn es gibt immer etwas, an dem man arbeiten kann.
„Im Augenblick trainiere ich parallel daran, meine Weite zu erhöhen und meinen Eisenschlägen den letzten Schliff zu verleihen. Kann ich mein Eisenspiel verbessern, werde ich mir mehr Chancen erarbeiten können. Und dann kann man sich ja auch immer beim Putten verbessern…“
Abgesehen davon, dass sie ein gutes Ballgefühl und eine exzellente Schwungtechnik hat, arbeitet Sara sehr mit Zielen und am mentalen Teil des Spiels.
„Ich arbeite sowohl mit kurzfristigen als auch langfristigen Zielen. Doch auch mit Entwicklungszielen während der Runden und bei Turnieren. Das bedeutet, dass ich versuche, eine Perspektive für mein Spiel zu bekommen. Es wird immer wieder Dinge geben, die passieren, und die man nicht beeinflussen kann. Ein schlechter Aufprall oder eine schlechte Lage darf Deine Runde nicht stören. Es kann auch sein, dass Deine Strategie lautet, aggressiver zu werden und häufiger auf die Fahne zu gehen. Kurzfristig kann das zu einem schlechteren Score führen, aber auf längere Sicht verhilft es Dir zu niedrigeren Runden. Es gilt, den Fokus nicht zu verlieren.“

Mental vorbereitet zu sein und die eigenen Ziele klar vor Augen zu haben, war etwas, was ihr im Dezember geholfen hat, als sie den Ball am ersten Abschlag für die Qualifikation für die Europatour in Spanien auf das Tee setzte. Dort kämpften fast 150 Damen über neun Runden um die begehrten Karten. Die ersten 20 erhalten die volle Karte und können alle Turniere spielen. Die Plätze 20-50, wo Sara landete, erhalten die Kategorie 16 und dürfen ungefähr die Hälfte der Turniere spielen.
„Man spielt zunächst eine Vorqualifikation über vier Runden. Danach das Finale über fünf Runden mit einem Cut nach vieren. Ich habe mich einen Monat zuvor in den USA vorbereitet, um bei Wärme zu trainieren, mein kurzes Spiel zu justieren und mental zu arbeiten, denn es war enorm nervenaufreibend und anstrengend!“

Bald ist es Zeit für den ersten Arbeitstag in Kenia. Auf den hat sie sich seit ihrem 14. Lebensjahr vorbereitet, als sie sich dachte, „auf das hier muss ich setzen, denn wer will schon jeden Tag in einem Büro sitzen, wenn man draußen sein und das tun kann, was man liebt?“.

In Saras Kjellkers Bag

Driver: Callaway MAVRIK Sub Zero 9.0° , Fujikura Ventus Blue 5S
Hybridschläger & Fairwayhölzer: Callaway EPIC 21°, Steelfiber FC 75 Hy. Callaway APEX UW 21° Fujikura Ventus Blue 7S, Callaway EPIC Speed FW3, Project X HZRDUS Smoke 6.0
Eisen: Callaway APEX Forged 21’ J5-PW. SKAFT: N.S PRO 950GH Stiff flex
Wedges: Callaway Jaws Raw, 50°, 54° och 58°
Putter: Odyssey White Hot OG 2-ball

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