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Besser Golf spielen bei Regen – 8 einfache Tipps mit großer Wirkung
Regen in der Wettervorhersage? Lass dir die Runde nicht vom Wetter verderben. Viele Golfer versuchen auf nassen Plätzen härter zu schlagen. Genau das ist oft der …
Es gibt einen Grund, warum der Solheim Cup Emotionen weckt wie kaum ein anderes Golfturnier. Wenn das individuelle Spiel durch Teamgeist und strategische Duelle ersetzt wird, bei denen jedes Loch entscheidend sein kann, und Putts plötzlich vor Prestige nur so sprühen, wird Golf zu etwas anderem. Es geht nicht mehr nur darum, wie viele Schläge du für die Runde brauchst – sondern auch darum, wer hinterher mit dem Sieg prahlen kann.
Wenn die besten Spielerinnen Europas und der USA im Bernardus Golf in den Niederlanden aufeinandertreffen, ist es höchste Zeit, auch zu Hause im Matchplay gegeneinander anzutreten.
Matchplay stellt die gewohnte Denkweise auf den Kopf. Ein Katastrophenloch kannst du vergessen, sobald du am nächsten Abschlag stehst, während ein richtig guter Teamkollege dich retten kann, wenn dein eigenes Spiel dich im Stich lässt. Es ist nervenaufreibender, taktischer und – vor allem – macht es mehr Spaß.
Also trommelt eure Freunde zusammen, teilt euch in zwei Teams auf und veranstaltet euren eigenen Solheim Cup. Hier kommt das Rezept.
Das Schöne an einem eigenen Teamwettbewerb ist, dass ihr keinem vorgegebenen Spielplan folgen müsst. Spielt an einem Tag, über ein Wochenende oder warum nicht gleich eine ganze Woche? Ihr könnt sogar eine einzelne Runde in mehrere Abschnitte aufteilen. Wichtig ist, verschiedene Spielformen zu kombinieren.
Foursome: Zwei Spieler teilen sich einen Ball und schlagen abwechselnd. Hier wird die Freundschaft wirklich auf die Probe gestellt. Es gilt, seinem Partner zu vertrauen, die gute Laune zu behalten, wenn der Mitspieler den Abschlag zwischen die Bäume schickt, und daran zu denken, dass das Team spielt – nicht du allein.
Bestball: Alle spielen ihren eigenen Ball, aber an jedem Loch zählt das beste Ergebnis des Teams. Hier habt ihr mehr Freiheit, auf Birdies zu gehen und Risiken einzugehen. Gleichzeitig kann ein Teamkollege die Situation retten, wenn bei dir etwas schiefgeht.
Einzelmatches: Zum Abschluss spielt ihr Einzelmatches, genau wie beim Solheim Cup. Jetzt gibt es keinen Teamkollegen mehr, auf den du dich verlassen kannst. Nur dich und deinen Gegner.
Jedes Team braucht einen Captain. Nicht, weil jemand herumlaufen und Anweisungen rufen muss, sondern um dem Wettbewerb ein bisschen mehr Atmosphäre zu verleihen.
Lasst die Captains die Teams wählen, die Reihenfolge der Einzelmatches festlegen und vielleicht sogar vor dem ersten Abschlag eine kurze Pressekonferenz abhalten. Gebt dem Wettbewerb einen Namen, besorgt einen Pokal und schreibt die Ergebnisse auf eine Tafel im Clubhaus.
Das klingt vielleicht übertrieben. Aber genau deshalb macht es Spaß.
Matchplay erfordert eine andere Denkweise als normales Zählspiel. Du spielst nicht nur gegen den Platz – du spielst gegen deinen Gegner.
Liegt dein Gegner hinter einem Baum? Dann musst du vielleicht gar nicht versuchen, den Schlag des Tages zu spielen. Liegt er oder sie mit einem Birdie-Putt auf dem Grün? Dann kann ein sicherer Putt zum Par völlig uninteressant sein.
Und genau hier macht Matchplay so viel Spaß: Ein Bogey kann genauso gut sein wie ein Birdie, wenn dein Gegner ein Doppelbogey spielt. Genauso wenig gibt es einen Grund, vorsichtig zu spielen, wenn du zwei Löcher zurückliegst und das Loch gewinnen musst.
Das Wichtigste ist zu verstehen, was das Match in diesem Moment verlangt.
Das Beste am Matchplay ist gleichzeitig das Einfachste.
Du hast an Loch 4 eine Acht gespielt? Dann ist das Loch verloren und die Sache erledigt. Wenn du am fünften Abschlag stehst, beginnt das nächste Match.
Das ist einer der großen Reize dieser Spielform. Beim normalen Zählspiel kann dir ein Katastrophenloch für den Rest der Runde im Kopf bleiben. Beim Matchplay kannst du es buchstäblich hinter dir lassen, wenn du das Grün verlässt.
Das macht Matchplay auch für viele Golferinnen und Golfer attraktiv, die sich sonst zu sehr mit ihrer Scorekarte beschäftigen.
Beim Solheim Cup geht es um mehr als nur Golf. Teamfarben, Energie, Anfeuerungsrufe und das Gefühl, gemeinsam Teil von etwas Größerem zu sein, gehören einfach dazu.
Warum also nicht dasselbe machen?
Legt zwei Teamfarben fest. Besorgt euch gleiche Poloshirts oder Caps. Bestimmt einen Team-Captain. Organisiert einen Pokal. Haltet die Ergebnisse nach jedem Match fest und beendet den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen.
Und traut euch ruhig, ein bisschen zu übertreiben. Es macht deutlich mehr Spaß, sich an einen Wettbewerb zu erinnern, bei dem alle voll in ihren Rollen aufgegangen sind, als an eine weitere Sonntagsrunde, die damit endete, dass jemand auf dem Parkplatz die Stableford-Punkte zusammenzählt.
Euer eigener Solheim Cup muss nicht vorbei sein, wenn der letzte Putt gefallen ist.
Macht das Abendessen zu einem Teil des Wettbewerbs. Lasst das Siegerteam eine Siegesrede halten. Kürt den wertvollsten Spieler des Tages. Und warum sollte das Verliererteam nicht eine kleine Aufgabe für die nächste Ausgabe bekommen?
Es sind solche Details, die aus einem ganz normalen Golfwochenende eine Tradition machen können, die Jahr für Jahr wiederkehrt.
Beim Matchplay entscheiden oft Kleinigkeiten. Wenn du über einem Ein-Meter-Putt stehst, der unbedingt fallen muss, oder noch 75 Meter bis zu einem Grün hast, auf dem dein Gegner bereits nah an der Fahne liegt, ist es beruhigend zu wissen, dass du für dein Spiel die richtige Ausrüstung im Bag hast.
Vor eurem eigenen Teamduell kann es deshalb sinnvoll sein, die Schläger zu überprüfen, die ihr rund ums Grün am häufigsten benutzt. Haben deine Wedges noch das Gefühl und den Grip, den du dir wünschst? Gibt dir dein Putter bei den kurzen Putts Sicherheit? Sind die Griffe abgenutzt? Und spielst du einen Ball, der zu deinem Spiel passt?
Das bedeutet nicht, dass du gleich dein gesamtes Bag austauschen musst. Manchmal können der richtige Griff, ein neues Wedge oder ein Ball, der zu deinem Schwung passt, einen größeren Unterschied machen, als man denkt.
Besuche vor dem Match deinen lokalen Golfstore-Shop. Unsere PGA-Pros helfen dir dabei, deine Ausrüstung durchzugehen und dafür zu sorgen, dass du mit den richtigen Schlägern und einem Ball, auf den du dich wirklich verlassen kannst, am ersten Abschlag stehst.
Datum: 11.–13. September
Austragungsort: Bernardus Golf, Niederlande
Platzarchitekt: Kyle Phillips
Freitag & Samstag: 4 Foursome-Matches (vormittags) und 4 Fourball-Matches (nachmittags)
Sonntag: 12 Einzelmatches
Insgesamt werden 28 Punkte ausgespielt. Bei einem 14:14 behält der Titelverteidiger den Pokal. Die USA haben den letzten Solheim Cup gewonnen, daher benötigt Europa 14,5 Punkte, um zu gewinnen.
Europa: Anna Nordqvist (Schweden)
USA: Angela Stanford (USA)
Teamzusammensetzung: 12 Spielerinnen pro Team, die sich über die Weltrangliste/Punktelisten qualifizieren oder vom jeweiligen Captain ausgewählt werden (Captain’s Picks).
Direkt qualifiziert (LET Points & World Ranking):
Captain’s Picks (Auswahl von Anna Nordqvist):
Direkt qualifiziert (U.S. Solheim Cup List & World Ranking):
Captain’s Picks (Auswahl von Angela Stanford):
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