- Ausrüstungs-Check
Die spannendsten Eisen des Jahres
Noch nie gab es so viele richtig gute Eisen zur Auswahl. Das richtige Set zu wählen bedeutet, die Balance zwischen vier Faktoren zu finden: Fehlertoleranz, …
Der Frühling ist eine wunderbare Zeit für uns Golfer. Das Gras wird grün, die ersten Knospen sprießen und die Plätze öffnen. Es ist eine Zeit der Hoffnung – und kaum etwas symbolisiert das besser als das Masters im Augusta National. Doch hinter den farbenfrohen Azaleen und den perfekt gemähten Fairways verbirgt sich eine harte Wahrheit, die jeder ambitionierte Golfer erkennen muss: Augusta ist kein Platz, den du mit roher Kraft bezwingst, sondern nur mit chirurgischer Präzision rund um die Greens. Und von den Profis können wir eine Menge lernen und auf unser eigenes Spiel übertragen.
Wie Robert Maack, Golfstore-Pro im norddeutschen Golfclub St. Dionys, in der neuesten Folge des The Golfstore Podcast erklärt, ist das Masters die ultimative Bühne für das kurze Spiel. In diesem Jahr wurde besonders deutlich, wie sehr sich die Dramatik auf den letzten neun Löchern am Sonntag zuspitzte, wo die Unterschiede zwischen dem grünen Jacket und einer bitteren Niederlage oft nur in Millimetern gemessen werden.
– Augusta zwingt dich mehr als jeder andere Platz dazu, den Ball nach der Landung zu kontrollieren. Die Greens sind so onduliert und schnell, dass du große Probleme bekommst, wenn du deinen Spin nicht im Griff hast.
Das führt uns zur nächsten Frage: Wie kontrollieren wir den Spin?
Wir haben gesehen, wie Rory McIlroy an den ersten Tagen dominierte. Was früher seine Achillesferse war – das Wedge-Spiel – wurde zu seiner größten Stärke. Robert hebt hervor, dass McIlroys Fähigkeit, Spin und Flugkurve zu kontrollieren, der Schlüssel zu seiner deutlichen Führung zur Halbzeit war. Gleichzeitig nennt er weitere Spieler, die die schwierige Kunst beherrschen, auch unter extremem Druck „weiche Hände“ zu behalten.
– Wenn wir an andere großartige Kurzspieler denken, an denen du dich orientieren kannst, ist Scottie Scheffler definitiv einer von ihnen. Er ist rund um die Greens unglaublich gut. Das gilt auch für Patrick Reed. Diese Spieler sind herausragend. Ihr Touch, ihre Hände und ihr Gefühl … sie sind in genau diesem Bereich einfach ein bisschen besser als alle anderen.
Für uns Amateure ist das Wedge-Spiel oft eine Frage der Intuition, doch für die Profis ist es eine echte Wissenschaft. Robert betont, dass „Gefühl“ zwar wichtig ist, man ohne die richtigen technischen Voraussetzungen jedoch keine Chance hat. Damit der Ball auf den steinharten Greens von Augusta stoppt, brauchst du maximale Reibung. Diese erreichst du nur durch eine Kombination aus sauberen Rillen, einem trockenen Ball und vor allem: dem richtigen Treffpunkt.
Der ideale Treffpunkt liegt tiefer auf der Schlagfläche, als viele Amateure denken. Robert erklärt, dass der perfekte „Sweet Spot“ beim Wedge zwischen der dritten und fünften Rille von unten liegt.
– Triffst du den Ball weiter oben auf der Schlagfläche, verlierst du sowohl Spin als auch Längenkontrolle. Den Ball zuerst und dann den Boden zu treffen, ist absolut entscheidend.
Eine weitere wichtige Lektion vom Masters betrifft die Strategie. Im kurzen Spiel geht es oft mehr um Risikobewertung und darum, von wo aus du deinen nächsten Putt spielen möchtest, als darum, den perfekten Schlag zu schlagen. Robert beschreibt, wie Profis und ihre Caddies – besonders im Augusta National – fast immer darauf abzielen, sich einen bergauf gerichteten Putt zu erarbeiten. Die Chance, den Ball direkt einzulochen, ist oft nicht das Risiko wert, wenn die Alternative ein Rückputt bergab ist.
Es geht also ständig darum, mögliche Konsequenzen zu berücksichtigen – und vor allem die Lage des Balls. Die Balllage bestimmt immer, welchen Schlag du überhaupt spielen kannst und welche Erwartungen realistisch sind.
Dennoch sieht Robert häufig, dass Amateure die Lage falsch einschätzen und missverstehen, wie sich der Ball nach der Landung auf dem Grün verhält.
– Die Lage ist entscheidend. Viele mögen es, wenn der Ball oben auf dem Gras liegt, weil es sich leichter anfühlt, unter den Ball zu kommen – aber genau das ist das Schlimmste, wenn du Spin erzeugen willst. Das Gras kommt zwischen Schläger und Ball, die Reibung geht verloren. Weniger Reibung bedeutet weniger Spin und schlechtere Längenkontrolle.
Wenn die Golfsaison hier in Nordeuropa beginnt, gilt es, den „Winterrost“ schnell loszuwerden. Roberts Rat: Hör auf, mechanisch Bälle auf der Range zu schlagen. Stattdessen solltest du die unterschiedlichen Situationen auf dem Platz aktiv suchen.
– Der größte Fehler, den ich sehe, ist, dass Spieler zu viele Bälle schlagen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Sie jagen einem perfekten Gefühl hinterher statt einem wiederholbaren Muster. Geh auf den Platz, such dir schwierige Lagen und übe, den Ball auf einem bestimmten Punkt landen zu lassen. Versuch, aus jedem Schlag etwas zu lernen!
Wenn du die richtige Ausrüstung – frische Wedges und einen Premiumball – mit Roberts Tipps zum Ballkontakt kombinierst, kannst du ein Kurzspiel aufbauen, das nicht nur Pars rettet, sondern Golf insgesamt unterhaltsamer macht. Genau wie im Augusta National sind es die kurzen Schläge, die den größten Einfluss auf deinen Score haben.
Teste deinen Ballkontakt: Lege ein kleines Handtuch etwa 8–10 Zentimeter hinter den Ball, wenn du Wedges trainierst. Triffst du das Handtuch, bist du nicht steil genug im Treffmoment – und hast den Ball „fett“ getroffen. Ziel ist es, zuerst den Ball und dann den Boden zu treffen.
„Fenster“-Training für die Längenkontrolle: Übe, den Ball mit derselben Höhe (gleicher Abflugwinkel) zu schlagen, aber mit unterschiedlichen Distanzen, zum Beispiel 30, 40 und 50 Meter. So lernst du, deine Schwunglänge zu kontrollieren und konstanten Spin zu erzeugen – für bessere Längenkontrolle.
Nach jedem Schlag reinigen: Gewöhne dir an, dein Wedge nach jedem Trainingsschlag zu reinigen. Schmutz und Feuchtigkeit in den Rillen sind die größten Spin-Killer. Wenn du nicht unter denselben Bedingungen trainierst, unter denen du spielst – wie willst du dann besser werden?
Nutze gern „Impact Spray“ oder Trockenshampoo auf dem Schlägerkopf, um genau zu sehen, wo du den Ball triffst.
Wedge-Fitting ist Pflicht: Bounce (der Winkel der Sohle) und Grind (die Form/Schliff der Sohle) sollten auf deinen Schwung und die Platzbedingungen abgestimmt sein. Auf weicheren Plätzen brauchst du in der Regel mehr Bounce (10–12 Grad), damit sich der Schläger nicht eingräbt, während weniger Bounce (4–8 Grad) besser für harte Plätze geeignet ist.
Wähle den richtigen Ball: Wenn du Kontrolle willst, solltest du einen Ball mit Urethan-Schale spielen (zum Beispiel Titleist Pro V1, TaylorMade TP5 oder Callaway Chrome Tour). Günstigere Bälle mit Ionomer-Schale erzeugen weniger Reibung mit dem Wedge und stoppen nicht so gut auf dem Grün.
Hör dir gerne die neueste Folge des The Golfstore Podcast mit Robert Maack an.
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Die Schläger, die du am häufigsten wechseln solltest? Die Antwort: Wedges. Neue Grooves zusammen mit den richtigen Schlägern, die zu dir und den Plätzen passen, …
Masters är en av årets absoluta höjdpunkter. Så är fallet även för oss utrustningsnördar. Här är fyra pryl-spaningar från Augusta.