Regen muss nicht automatisch schlechtes Golf bedeuten. Ganz im Gegenteil. Wer gut vorbereitet ist, kann einen Wetterumschwung sogar zu seinem Vorteil nutzen. Mit ein paar einfachen Tipps hältst du deine Griffe trocken, triffst den Ball sauberer und vermeidest die häufigsten Fehler auf nassen Golfplätzen.
1. Nimm immer zwei – besser noch drei – Handschuhe mit
Ein nasser Lederhandschuh wird schnell rutschig und verliert an Grip. Wechsle während der Runde zwischen zwei oder drei Handschuhen und lasse die gerade nicht benutzten unter dem Schirm trocknen. Bewahre trockene Ersatzhandschuhe in einem wiederverschließbaren Plastikbeutel auf – so bleiben sie länger trocken. Auch Regenhandschuhe können sich lohnen, denn sie bieten bei Nässe sogar besseren Halt.
2. Schütze deine Griffe – nicht nur dich selbst
Nicht die Regenjacke schlägt den Ball, sondern du – und deine Hände sind die einzige Verbindung zum Schläger. Viele Tourspieler stecken den Griff ihres Schlägers unter die Regenjacke, während sie auf ihren Schlag warten, und trocknen ihn unmittelbar vor dem Schlag sorgfältig mit einem Handtuch ab.
3. Akzeptiere, dass der Ball kürzer fliegt
Nasse Schlagflächen, nasse Golfbälle und feuchte Luft sorgen oft dafür, dass der Ball kürzer fliegt. Außerdem rollt der Ball auf dem Fairway deutlich weniger aus. Nimm lieber einen Schläger mehr, anstatt härter zu schlagen.
4. Rechne mit weniger Spin
Gelangt Wasser zwischen Schlagfläche und Ball, verringert sich die Reibung. Das Ergebnis ist weniger Spin – besonders bei Wedges und kurzen Eisen. Der Ball stoppt deshalb schlechter auf dem Grün, plane also etwas mehr Roll ein.
5. Fairway vor Länge
Bei Regen wird das Rough deutlich anspruchsvoller. Nasses Gras zwischen Ball und Schlagfläche erschwert die Kontrolle über Länge und Spin. Ein sicherer Abschlag aufs Fairway ist oft wertvoller als ein paar zusätzliche Meter vom Tee.
6. Halte deine Ausrüstung gut organisiert
Eine Regenhaube für das Bag macht einen großen Unterschied. Ergänze sie am besten durch ein trockenes Handtuch unter dem Schirm oder in der Tasche. Verwende ein Handtuch für die Schläger und ein anderes für deine Hände, damit keine Feuchtigkeit auf die Griffe gelangt.
7. Schwinge ruhiger – nicht härter
Viele versuchen, den Regen durch mehr Kraft auszugleichen. Das führt jedoch oft zu schlechteren Ballkontakten. Behalte dein gewohntes Tempo bei und konzentriere dich auf Balance und einen sauberen Ballkontakt. Ein sauber getroffener Ball ist bei Regen fast immer besser als ein mit Gewalt geschlagener Fehlschlag.
8. Landepunkt und Aquaplaning
Auch der Untergrund, auf dem der Ball landet, verändert sich durch die Nässe. Die Grüns werden weicher, gleichzeitig kann sich Wasser sammeln, sodass der Ball – ähnlich wie ein Auto bei Aquaplaning – noch ein kleines Stück weitergleitet, bevor er liegen bleibt. Berücksichtige das bei deinen Schlägen rund ums Grün.