Mit Custom Fitting macht Golfen mehr Spaß

Wir sind alle verschieden, und damit ist es selbstverständlich, dass wir unterschiedliche Golf-Ausrüstung brauchen, um gut spielen zu können. Es ist wie bei Kleidung: maßgeschneidert sitzt sie besser.

Das Beste, was Sie machen können, ist eine Custom Fitting Lesson™ bei Ihrem Golfstore-Pro zu buchen. Und glauben Sie nicht, dass das nur für Spieler mit niedrigerem Handicap gilt, ganz im Gegenteil. Ein guter Spieler kann Mängel in der Ausrüstung meist kompensieren, das können Spieler mit höherem Handicap aber nicht.

Außerdem macht es riesig Spaß – das kann ich nach Absolvieren einer kompletten Custom Fitting Lesson bestätigen.

Ich verfolge die Entwicklung beim Custom Fitting schon seit vielen Jahren, und es ist inzwischen normal, dass Golfer dies beim Kauf neuer Schläger tun. Das beruht natürlich darauf, dass immer mehr Spieler mit mittlerem und hohem Handicap davon gehört haben, wie das eigene Spiel davon profitieren kann.

„Ein schlechter Schwung dominiert immer über einen guten Schläger.“ David Leet, Headpro im Falsterbo GK

In den letzten Jahren sind außerdem die Möglichkeiten beim Testen und Messen größer geworden, und auch das Angebot an Schlägermodellen, Schäften, Griffen etc. Ihr Pro mit seiner Ausbildung, Erfahrung und seinem sicheren Auge für den Schwung ist für ein richtig gutes Custom Fitting natürlich am wichtigsten, doch mit besseren Hilfsmitteln wird die persönliche Anpassung genauer.

Launchmonitor

Die größte Veränderung ist die Entwicklung von Launchmonitoren. Das sind hochmoderne Radarsysteme, die zusammen mit Computerprogrammen eine große Menge an äußerst genauen Daten zu Schwung, Ballflug, Tragweite, Rollen, Drehung und Winkeln (siehe Fakten-Box) erzeugen. Das muss auf einer Driving Range passieren, damit Sie und Ihr Pro den tatsächlichen Ballflug sehen. Denn es ist nicht dasselbe, wenn man nur mit berechneten Flugbahnen arbeitet, wie bei Innenanlagen.

Alles muss passen

Mithilfe des Launchmonitors und der Beurteilung und Analyse Ihres Pros versuchen Sie Schritt für Schritt zu Ihrem idealen Schläger zu kommen – Schlägerlänge und Liewinkel müssen dazu passen, wie Sie beim Schlagen den Schläger zum Ball bringen, das Gewicht des Schlägers, die Steifheit des Schafts und wo am Schaft die Biegung am stärksten ist, Schwunggewicht, Griffdicke und vieles mehr. Außerdem müssen Sie die Art des Schlägers wählen – mit flachem Blatt oder Oversize mit höchster Fehlertoleranz. Entscheidend ist Ihre Ambition, wobei Sie bestimmen, welche Marke Sie spielen möchten.

Ein guter Start

Üblicherweise beginnt man mit den Eisenschlägern, um all Ihre grundlegenden Eigenschaften und Maße zu bestimmen, doch ein echtes Custom Fitting ist noch vieles mehr. Es umfasst alles vom Driver bis zu Wedge und Putter. Sie müssen aber nicht alles auf einmal testen. Es lässt sich sehr gut auf mehrere Male aufteilen.

Driver fitting

Der Driver bringt die größte Weite, weshalb es extrem wichtig ist, dass er auf Sie abgestimmt ist. Mit einem Driver fitting erhalten Sie die richtige Schaftlänge, damit Sie stabil schwingen und den Ball im Sweetspot treffen. Und Sie erhalten den richtigen Schaftflex, Flexpunkt und alle Winkel, damit Sie weite, gerade Schläge mitten aufs Fairway schlagen.

In den letzten Jahren sind Driver aufgetaucht, die Sie mit verschiedenen Loftwinkeln einstellen können, und Sie können den Winkel der Schlagfläche zwischen offen und geschlossen verändern. Das ist in vielerlei Hinsicht toll, es kann aber schwierig sein, die richtigen Einstellungen zu finden. Ein Driver fitting bietet Ihnen die richtigen Grund-einstellungen, und wenn Sie die kennen, können Sie anschließend verschiedene Einstellungen ausprobieren und schauen, wie diese sich auf Ballflug und Weite auswirken. Und gleichzeitig können Sie jederzeit zu Ihrer Grundeinstellung zurückkehren.

Wedge fitting

Bei Schlägern für das kurze Spiel geht es um Vertrauen, Aussehen, Vielfältigkeit und vieles mehr. Mit diesen Schlägern können Sie ganz unterschiedliche Schläge machen, je nachdem wie Sie anwinkeln, wie der Ball liegt und wo er landen und stoppen soll. Ein Sandwedge versteht sich von selbst, die Frage ist aber, wie hoch der Loftunterschied zwischen Ihrem kürzesten Eisen und Ihrem Sandwedge ist. Und ob Sie einen Lobwedge mit einem noch höheren Loft als Ihr Sandwedge benötigen.Die Auswahl ist enorm, wenn es um Loftwinkel, Bouncewinkel, Sohlenformen, Materialien etc. geht, weshalb ein Wedge fitting mit Ihrem Pro wirklich empfehlenswert ist.

Putter fitting

Wenn es um Putter geht, gibt es keine einfachen Wahrheiten. Grund hierfür ist natürlich, wie Sie beim Putten zum Ball stehen, wie Sie den Putter halten und schwingen – gerade oder bogenförmig. Und die Auswahl ist riesig: Aussehen, Gewicht, Schaftfas-sung, Griff, Drehwiderstand und verschiedene Arten von Schlagflächen. Mit oder ohne Inserts.

Bei einem Putter fitting analysiert Ihr Pro, wie Sie putten, und kann ganz schnell entscheiden, welche Arten von Putter, Putterlänge und Griff bei Ihnen am besten funktionieren. Dann können Sie verschiedene Modelle dieses Puttertyps ausprobieren, bis Sie Ihren absoluten Favoriten finden.

Satzzusammenstellung

Ein wichtiger Moment bei einem kompletten Custom fitting ist, sich das gesamte Bag anzu-sehen und darauf zu achten, dass Sie eine gute Zusammenstellung mit gleichmäßiger Abstandssteigerung durch den Satz haben.

Ausgangspunkt ist das längste Eisen, mit dem Sie sicher schlagen.

Dann komplettiert man mit einer Anzahl Fairwaywoods und/oder Hybridschlägern, die für eine gute Abstandssteigerung zwischen Driver und Ihrem längsten Eisen sorgen. Und schließlich kontrolliert Ihr Pro, dass Sie die Wedges haben, die Sie für höchste Präzision im kurzen Spiel benötigen.

Bei mir wurden es ein Fairwaywood statt zwei und zwei Hybridschläger, die das 3er und 4er Eisen ersetzten. Und drei Wedges außer dem PW des Eisensatzes.

Custom Fitting Lesson™

Bei Golfstore erhalten Sie nicht nur ein professionell durchgeführtes Custom fitting, Sie erhalten gleichzeitig ein bisschen Unterricht. Denn manchmal ist es besser, eine kleine Änderung an Ihrem Schwung, Ihrem Griff oder Ihrer Fußstellung vorzunehmen, als den Schläger zu verändern. Häufig keine große Änderung, die aber einen großen Unterschied ausmachen kann, und zusammen mit richtig angepassten Schlägern spielen Sie besser und haben mehr Spaß auf dem Platz.

Und genau darauf kommt es doch an.


Ein Launchmonitor erzählt so einiges

Ein moderner Launchmonitor, z. B. Flight Scope und TrackMan, basiert auf der Doppler-Radartechnik. Zusammen mit umfassender Software in einem normalen PC kann Ihr Pro eine große Anzahl interessanter Daten messen, wie Sie Ihren Schlag machen, und daraus Schlussfolgerungen ziehen, was geändert werden muss, um ein besseres Ergebnis zu erhalten. Hier sind einige davon:

Eintriffswinkel – Zeigt, ob Sie den Ball Aufwärtsbewegung treffen, und mit dem richtigen Winkel erhalten Sie extra Weite mit Ihrem Driver.

Schwungrichtung – Zeigt die generelle Schwungrichtung, d. h. ob der Schläger von innen nach außen, von außen nach innen oder in gerader Richtung zum Ball kommt.

Schwungpfad – Dies ist der echte Weg des Schlägers beim Treffen des Balls und stellt eine Kombination aus Eintriffswinkel und Schwungrichtung dar.

Winkel der Schlagfläche – Square, offen oder geschlossen entscheidet darüber, in welche Richtung der Ball losfliegt. Zusammen mit dem Schwung-pfad entscheidet der Winkel, ob die Rotationsachse des Balls nach rechts oder links kippt und der Ball somit nach rechts oder links abdreht.

Smashfaktor – Der Smashfaktor ist der Quotient aus Ballgeschwindigkeit und Schlägergeschwindigkeit und kann bei einem perfekt treffenden Driver bis zu 1,5 betragen. Schläger mit höherem Loft haben einen niedrigeren Smashfaktor.

Schlägerkopfgeschwindigkeit – Sie zu messen ist wichtig für die Wahl des Schafts und um zu sehen, ob der Spieler die höchste Schlägerkopfgeschwindigkeit beim Treffen, davor oder danach erreicht.

Ballgeschwindigkeit – Die Geschwindigkeit des Balls, wenn er den Schläger verlässt. Mithilfe dieser Messungen kann der Pro sehen, wie konsequent der Spieler beim Treffen des Balls ist.

Spinrate – Misst, wie viel Backspin der Ball beim Verlassen des Schlägers hat. Für maximale Weite ist eine niedrige Spinrate positiv, während man beim kurzen Spiel meist eine hohe Spinrate bevorzugt.

Ausgangswinkel – Der Winkel zwischen der Bodenebene und der Ballflugbahn, wenn der Ball den Schläger verlässt. Die Abweichung zwischen tatsächlichem und dem für den Schläger normalen Ausgangswinkel kann ein Zeichen dafür sein, dass etwas verändert werden muss.

Dynamischer Loft – Der wahre Loftwinkel beim Treffen des Balls. Ob man von unten oder oben auf den Ball schlägt, verringert bzw. erhöht den gespielten Loftwinkel im Vergleich zum Loftwinkel des Schlägers.

Tragweite – Alle Spieler müssen wissen, wie weit der Ball mit den verschiedenen Schlägern fliegt, und die Gesamtweite kennen.

Seitenabweichung – Zeigt die Seitenabweichung des Schlags in Metern vom gedachten Ziel.

Aufprallwinkel – Zeigt, wie flach oder steil der Ball landet, und das entscheidet auch, ob der Ball schnell liegen bleibt oder weit ausrollt.