Haben Sie den Griff im Griff?

Ein Golfstore-Pro, der weiß, wie Sie mit Ihren Griffen umgehen müssen, heißt Klas Ohlsson und ist in Lunds Akademischen Golfklub zu Hause.

„Gleich zu Anfang möchte ich feststellen, dass ein neuer Griff enorm viel für Ihr Spiel bedeutet. Wenn sich Griffe abnutzen, werden sie in der Regel auch glatt. Das zwingt Sie dazu, den Schläger auf eine Art zu packen, die Ihren Schwung hemmt, ja eigentlich Ihre gesamte Bewegung mit dem Schläger“, sagt Klas.

Ich bin geneigt zuzustimmen und erinnere mich daran, wie ich mit blauweißen Knöcheln krampfhaft den Griff packte, um den Schläger im Schwung nicht zu verlieren. Damals waren seit dem Kauf der Schläger sicherlich fünf Jahre vergangen, und ich hatte den Griff noch nie ausgetauscht.

„Nein, die allermeisten von uns warten zu lange und würden vermutlich besser Golf spielen, wenn wir ihn vor jeder Saison austauschen würden“, fährt Klas fort.

Außerdem ist er der Ansicht, dass wir sämtliche Griffe gleichzeitig austauschen müssten. Dieselben bei den Hölzern wie bei den Eisen. Der Putter ist natürlich ein Kapitel für sich. Im kommenden Newsletter werden wir den Putter beleuchten.

Wie soll ich denn wissen, welcher Griff sich am besten für mich eignet? Dies ist natürlich eine Frage des Gefühls. Viele bevorzugen etwas klebrigere Griffe, um Sicherheit und Freiheit im Schwung zu spüren. Es gibt heutzutage knapp zwanzig verschiedene Typen. Reine und kombinierte Gummigriffe und sogenannte Cord-, Halbcord- oder Viertelcord-Griffe. All dies ist eine Frage des Gefühls. Die Dicke hingegen ist eine Frage für Ihren Golfstore-Pro.

„Zunächst einmal unterscheiden wir zwischen Damen- und Herrengriff, da der Damengriff natürlich dünner ist. Um die richtige Dicke anbieten zu können, messen wir ganz einfach die Länge der linken Hand vom Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers. Und auf der Grundlage von gegebenen Vorlagen können wir dann entscheiden, welcher Griff sich eignet.“ Für Klas Ohlsson ist es wichtig, dass man die richtige Dicke erhält.

„Mit einem zu dicken Griff tendiert man dazu, nach rechts zu schlagen, bei einem zu dünnen Griff ist es umgekehrt.“ Was können wir denn selbst tun, um unsere Griffe in gutem Zustand zu halten?

„Hin und wieder mit Wasser und normalem Spülmittel reinigen, und wenn Sie im Regen gespielt haben, lassen Sie die Schläger senkrecht stehend trocknen, wobei der Schlägerkopf nach oben zeigt. Und noch etwas. Drücken Sie niemals ein Tee in das kleine Loch an der Oberseite des Griffs am Ende des Schlägerschafts. Das kann verheerende Konsequenzen haben und zu Rostbefall an der Innenseite des Schafts führen.“  


FAKTEN:

Gemäß den Vorschriften von R&A und USGA muss der Griff aus Material bestehen, das am Schaft angebracht wird, damit der Spieler einen festen Griff hat. Der Griff muss fest am Schaft sitzen und muss gerade sein und an der Form anliegen. Er muss bis zum Ende des Schafts reichen und darf für keinen Teil der Hände geformt sein.