Den Driver austauschen? Schon wieder…


Es gibt im Bag wohl keinen Schläger, über den mehr gesprochen, der vielleicht mehr gepflegt wird als der Driver. Das Angebot an neuen Drivern macht uns jedes Jahr neue Hoffnungen und vielleicht sogar etwas Kopfzerbrechen. Sollen wir in diesem Jahr wieder auf einen neuen setzen? Oder den alten behalten? Was wir auch tun, wir können es nicht lassen, einen Blick auf die neuen zu werfen. Vielleicht sehen wir uns den neuen Titleist 917 besonders genau an.

Wie viele Male haben wir nicht schon gehört, dass dieser neue Driver viel weiter und gerader schlägt? Ständig neue Technologie soll uns mittelmäßige Golfer in ungeahnte Höhen bringen. Manchmal kann man nur staunen, wie wichtig unser eigenes Können im Umgang mit Schläger und Ball eigentlich ist. Der Schläger tut alles!!!

Ennis Myndel von Acushnet soll meine Fragen beantworten.
„Wir von Titleist versuchen natürlich laufend, den neuen Schläger besser als seinen Vorgänger zu machen. Wir arbeiten im Zweijahreszyklus und glauben nicht, dass wir jede Saison einen neuen und besseren Driver auf glaubwürdige Weise präsentieren können.“

„Was wir erreichen wollen, ist ein Schläger, der Ihnen mehr Sicherheit und Selbstvertrauen gibt, und ich wage zu behaupten, dass der 917 dem gerecht wird. Zum einen, weil wir die Schlagfläche verbessert haben, was dazu führt, dass Sie nicht so viel Geschwindigkeit verlieren, wenn Sie nicht mittig im Sweetspot treffen. Er ist ganz einfach fehlertoleranter“, berichtet Ennis Myndel. Der Schläger hat auch mehr Einstellmöglichkeiten als sein Vorgänger, der 915.

„Nehmen wir zum Beispiel die sogenannte center gravity. Jedem neuen 917 liegen zwei kleine Stäbe bei, ein neutraler, der für diejenigen gedacht ist, die kein Problem mit Durchlassen nach rechts oder gezogenen Schlägen nach links haben. Und dann ein zweiter, der genau solchen Problemen entgegenwirken soll. Das hängt davon ab, wie man den Stab in der Kerbe im Schlägerkopf platziert.“ Wenn ich von all den technischen Finessen höre, frage ich mich, ob man überhaupt noch Fehlschläge machen kann. Ennis Myndel lacht ein wenig.

„Es gibt natürlich eine ganze Reihe anderer Faktoren, die kein Schlägerhersteller der Welt beeinflussen kann, den Schwung zum Beispiel. Aber wir können für bessere Voraussetzungen sorgen, und ich bin überzeugt, dass wir das tun.“