27 Jahre mit Lee Westwood und Ping

 

Lee Westwood ist einer der besten Golfspieler der Welt mit unter anderem drei Siegen in Schweden. Er war die Nummer eins der Welt, fiel jedoch auch einmal bis auf Platz 266 der Weltrangliste zurück. Derzeit ist er die Nummer sechs der Welt. Seitdem er vor 27 Jahren mit dem golfen begann, spielt er mit derselben Schlägermarke: Ping.

Der Juli 1996 in Schweden nimmt in Westwoods Siegerherz einen besonderen Platz ein. Damals gewann er erstmals als Profi bei den Volvo Scandinavian Masters im Forsgården GK in Kungsbacka vor Paul Broadhurst und Russel Claydon. 91.400 Zuschauer sahen dieses Turnier.Später konnte er zwei weitere Siege auf schwe­dischem Boden verbuchen.Im Jahr 2000 war es wieder so weit. Dieses Mal auf dem Kings Course des Kungsängens GC.

„Mein zweiter Sieg in Schweden hing damit zusammen, dass ich in jenem Jahr auch den Order of Merit auf der Europatour gewann, was auf seine Weise auch etwas Besonderes war.“

Es war das bisher erfolgreichste Jahr für Westwood mit sieben Toursiegen in der ganzen Welt. Und dann das Vorjahresturnier auf Bro Hof, bei dem Westwood ein perfektes Turnier mit dem Ergebnis 269 (68-64-68-69) spielte und mit fünf Schlägen vorsprung gewann.

„Ich liebe Schweden“, sagt Westwood, und im Mobiltelefon kann ich beinahe sehen, wie er auf der anderen Seite des Erdballs lacht, wo er gerade den Tourabschluss „ Race to Dubai“ gespielt hat.

Westwood mochte Bro Hof.
„Das war ein richtig guter Golfplatz. Hart und lang, vor allem, als er ganz weich war. Das Loch entlang des Sees war richtig gut, und insgesamt gesehen war es ein anspruchsvoller Golfplatz in gutem Zustand.“

Und offensichtlich lag er Ihnen?
„Ja, auch wenn ich bei der Tour nicht zu denen gehöre, die am weitesten schlagen, so habe ich meine Schläge gut unter Kontrolle, und obwohl ich mit neuen Eisenschlägern und einem neuen Putter spielte und in Bezug auf die Weiten mit den Eisen­­schläg­ern etwas unsicher war, spielte ich stabil und schaffte am zweiten Tag sogar eine 64er Runde. Vielleicht war es kein spektakuläres Golf, sondern mehr Kalkül, sichere Entscheidungen und ein Spielplan mit einer vorausbestimmten Platzierung des Balls über vier Tage. Wer bei einem Golfturnier die wenigsten Fehler macht, gewinnt häufig auch.

Das verwundert nicht, da Lee Westwood für seine Sicherheit im Spiel bekannt ist. Er ist auch einer der wenigen Spieler, die Turniere auf allen großen Kontinenten gewonnen haben. Und natürlich war er lange Zeit aufgestellt im Europäischen Ryder Cup-Team. Insgesamt acht Mal hintereinander hat er Europa vertreten. Ein beeindruckender Lebenslauf!

„Für mich ist es immer ein besonderes Gefühl, nach Schweden zum Golfen zu kommen.

Mein erster Sieg auf der Europatour war für mich wichtig, und daran erinnere ich mich natürlich. Und als ich die Nordea Masters 2012 auf Bro Hof spielte, waren sowohl mein Sohn als auch mein Vater dabei. Sie waren übrigens beim Hecht-Angeln auf dem großen See am Golfplatz und machten auch ein paar gute Fänge. Schweden ist ein wundervolles Land und ich freue mich darauf, wiederzukommen und zu spielen.“

Leider nicht 2013, da Westwood an Jack Nicklaus Einladungsturnier The Memorial auf Muirfield Village spielen will, das zur gleichen Zeit wie die Nordea Masters stattfindet.

„Ja, leider ist das so. Nachdem die Nordea Masters ihr Spieldatum geändert haben, kollidiert das jetzt mit meinen Vorhaben in den USA, und da ich jetzt in die USA gezogen bin, um verstärkt dort zu spielen, fiel mir die Wahl leicht. Leider, aber hoffent­lich komme ich in nicht allzu ferner Zukunft wieder nach Schweden.“

Ansonsten erinnert sich Westwood gerne an einen anderen seiner frühen Siege.

„Einer meiner ersten Siege war in Australien beim Metropolitan GC, als ich Greg Norman im Playoff bei den Holden Australian Open schlug. Das war fantastisch, da Greg Norman mit 333 Wochen als Nummer Eins der Welt ja einer der wirklich großen Ikonen des Golfs war.“

Später Beginn

Lee Westwood ist in Worksop, Nottinghamshire, England, geboren, und laut Wikipedia ist Worksop eine Stadt am Fluss Ryton im nördlichen Teil des Sherwoodforest. Fast 40.000 Einwohner leben hier, und die Stadt hat ein paar bekannte Leute hervorgebracht: Bruce Dickinson, Sänger bei Iron Maiden, Donald Pleasance, Schauspieler, Graham Taylor, Fußballmanager, und dann eben den Golfspieler Lee Westwood.

In seiner Jugend stand Westwood auf Rugby und Fußball, doch irgendwann begann er mit dem Golfen. In seiner Familie spielte niemand Golf, doch seine Großeltern väterlicherseits schenkten ihm ein Golfset, und um seinen Sohn zu unterstützen, begann auch sein Vater mit dem Golfen.

„Ich begann, als ich 13 war, was eigentlich ziemlich spät ist.

Doch da ich offensichtlich ein natürliches Geschick für das Spiel hatte, vielleicht aufgrund eines gewissen Ballgefühls, fiel mir das Lernen leicht und ich nahm eine Menge Stunden auf dem Golfplatz des Kilton Forrest GC, einem öffentlichen 18-Loch-Platz. Dann ging ich in den Worksop GC, einen privaten Club mit einem erstklassigen Platz.

Auch wenn er im Vergleich zu den meisten anderen professionellen Spielern, abgesehen von Greg Norman, der erst mit 16 Jahren begann, spät mit dem Golfen anfing, gewann Westwood nach nur zwei Jahren die Juniorenmeisterschaften von Notting­hamshire! 1990 gewann er seinen ersten Amateurtitel die Peter McEvoy Trophy, und später auch die British Youth Championship, und 1993 wurde er dann Profi. Der Rest ist Geschichte.Seit damals, gehört Lee Westwood mit einer kleinen Ausnahme zu den weltweit besten Fachleuten, wenn es um das Golfen geht.

Heute ist eine Sporthalle in der Nottingham Trent University nach ihm benannt, und 2009 startete er zusammen u. a. mit Ping etliche Akade­mien für junge Golfer in ganz England.

Für 2013 hat Lee hart an seinem Spiel gearbeitet. Er sagt selbst, dass er alle Teile seines Spiels verbessert hat, und dass er auch wirklich alle Teile verbessern muss, wenn er wieder die Nummer 1 werden will, was sein größter Wunsch ist.

„Ich habe ein Feintuning an meinem Spiel vorgenommen und mich sehr auf das kurze Spiel und das Putten konzentriert. Das Putten hat mich nämlich bei den Major-Turnieren etwas im Stich gelassen. Auch wenn ich 2010 Zweiter bei den US Masters und bei The Open Championship wurde.“

Treu zu Ping

Seit 27 Jahren ist Westwood der Familie Solheim treu und verwendet Ausrüstung von Ping. Das muss Rekord auf allen Golftouren der Welt sein.

„Ping war das Beste und stellte die beste Aus­rüstung her, als ich mit dem Golfspielen begann, und meiner Ansicht nach sind sie immer noch die weltweit besten Schlägerproduzenten, und ihre Schläger sind einzigartig. Ich habe nie darüber nachgedacht oder Anlass dazu gehabt, die Schlägermarke zu wechseln. Ich habe erst vor kurzem einen neuen 3-Jahres-Vertrag mit Ping unterschrieben.“

Lee Westwood klingt ziemlich bestimmt, wenn er seine lange und fruchtbare Beziehung zu Ping beschreibt.

„Meine Schläger sind meine Arbeitsgeräte, und für mich ist es von größter Bedeutung, dass meine Arbeitsgeräte jedes Mal so funktionieren, wie ich es mir vorstelle. Das tut Ping.“


Lee John Westwood

Geboren: 24. April 1973 in Worksop, Nottinghamshire, England.
Wohnhaft: West Palm Beach, Florida, USA.
Familie: Ehefrau Laurae Coltart, Schwester des Ryder Cup-Spielers Andrew Coltart, sowie die Kinder Samuel Bevan, 12 Jahre, und Poppy Grace, 9 Jahre.
Hobbys: Golf, Filme, Snooker, Fußball, Autos.
Größe: 183 cm.
Gewicht: 88 kg.
Karriere: Profi seit 1993.
Erster Europatoursieg: 1996, Volvo Scandinavian Masters auf dem Forsgården Golf Klub in Kungsbacka.
Preisgelder: € 28.184.137.
Siege als Profi: 38. 22 auf der Europatour, 2 auf der PGA Tour, 4 auf der Japan Golf Tour, 6 auf der Asian Tour, 3 auf der Sunshine Tour und 1 auf der PGA Tour of Australia.
Siege bei der European Tour Order of Merit: 2000 und 2009.
Weltranglistenplatz: 6.
Höchster Weltranglistenplatz: Dritter der US Open 2008 und 2011. Zweiter der US Masters 2010, Dritter 2011 und 2012. Zweiter der The Open Championship 2010, Dritter 2009. Dritter der PGA Championship 2009.